REACH Erklärung

Das neue Chemikalienrecht (EC) 1907/2006, genannt REACH (Registrierung (Registration), Bewertung (Evaluation), Zulassung und Einschränkung (Authorization and Restriction) von Chemikalien), trat am 1. Juni 2007 in Kraft.

Mit REACH sollen erreicht werden:

  • Verbesserung des Schutzes der menschlichen Gesundheit und der Umwelt vor Gefahren durch Chemikalien.
  • Besseres Risikomanagement im Umgang und bei der Verarbeitung von Chemikalien.
  • Verlagerung der Verantwortung für die Beurteilung von Risiken von den Behörden zur Industrie.
  • Förderung von Innovationen und Wettbewerbsfähigkeit der chemischen Industrie der EU.

REACH Erklärung enthält folgende Regelungen

  • Hersteller von Stoffen, Importeure von Stoffen als solche oder von Stoffen in Zubereitungen in die Europäische Gemeinschaft (EG) und den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) müssen diese Stoffe bei der Europäischen Chemikalienagentur ab 1. Juni 2008 registrieren, sofern sie in Mengen von wenigstens 1 t/a hergestellt oder importiert werden und es sich nicht um Stoffe handelt, die von der Registrierpflicht ausgenommen sind.
    Sog. "Phase-in-Stoffe", dies sind z. B. Stoffe, die im Altstoff-Verzeichnis EINECS aufgeführt sind, können in der Zeit vom 1. Juni 2008 bis 1. Dezember 2008 vorregistriert werden.
    Vorregistrierte Stoffe müssen in Abhängigkeit von der Herstell- / Importmenge erst zu späteren Zeitpunkten registriert werden.
  • Lieferanten von Stoffen und Zubereitungen müssen entweder ein Sicherheitsdatenblatt oder eine Sicherheitsinformation dem Abnehmer zur Verfügung stellen. In bestimmten Fällen wird das Sicherheitsdatenblatt durch einen Anlage mit einschlägigen Expositionsszenarien ergänzt ("erweitertes Sicherheitsdatenblatt").
  • Hersteller und Importeure von Erzeugnissen, die einen Stoff der sog. "Kandidatenliste" (Art. 33) zu mehr als 0,1 Masse-% je Erzeugnis enthalten, müssen an die professionellen Abnehmer und an Verbraucher nach Aufforderung für eine sichere Verwendung des Erzeugnisses ausreichende Informationen, mindestens aber den Namen des Stoffes zur Verfügung stellen. Ist der Stoff zudem zu mehr als 1 t/a in allen diesen Erzeugnissen enthalten, muss eine Mitteilung an die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) erfolgen, jedoch frühestens ab dem 1. Juni 2011.
  • Verwender von Chemikalien (Stoffe und Zubereitungen), sog. "nachgeschaltete Anwender", müssen ab 1. Juni 2008 zusätzliche Pflichten erfüllen, jedoch erst nach Erhalt eines erweiterten Sicherheitsdatenblattes. Nachgeschaltete Anwender können zur Unterstützung den Herstellern von Stoffen und den Importeuren von Stoffen und Zubereitungen zweckdienliche Informationen für die Registrierung bereitstellen.

Künftig dürfen nur noch Stoffe auf den Markt gebracht werden, die bei der Europäischen Chemikalien Agentur (ECHA) in Helsinki, Finnland registriert worden sind:
Keine Daten = Kein Markt!