Ein Bus, eine Zentralelektrik und 420.000 km

Die Zentralelektrik von Würth Elektronik ICS war in einem Bus eingebaut und hat seit von 2001 bis 2008 420.000 Kilometer zurückgelegt. Das entspricht etwa neun Weltumrundungen!

In unserem Thermografielabor haben wir das thermische Verhalten dieser Baugruppe getestet. Dabei haben wir zunächst die Wärmeentwicklung der Zentralelektrik bei konstanter und danach bei steigender Strombelastung über 30 Minuten beobachtet.

Das Ergebnis

Das Ergebnis war eindeutig: An keiner Stelle erwies sich die Einpresszone auch nur annährend als Engpass. Die Limitierenden waren immer die Leiterbahnen. In einem weiteren Test untersuchen wir die Schliffe von Einpressverbindungen in Querrichtung. Dabei wurde das Augenmerk auf die Verformung der Hülse, Restdicke und Risse in der Metallisierung gelegt.

Die Schliffbilder haben gezeigt, dass die Einpressverbindung in einem einwandfreien Zustand ist. Es wurden keine Korrosionserscheinungen oder anderweitigen Verschlechterungen der Einpressverbindung festgestellt. Die Verformung der Hülse lag weit unter dem in der Norm EN60352-5:2001angegebenen kritischen Wert von 70 μm. Die Restdicke in der Metallisierung lag zwar teilweise unter den empfohlenen 8 μm. Wie wir jedoch wissen, reagiert die elektrische Leitfähigkeit der Einpresszone sehr unempfindlich im Hinblick auf die Deformation und Metallisierungsdicke der Hülse. D. h., solange die Anbindung der Leiterbahnen an die Hülse intakt ist, ist auch die Einpresszone in einem einwandfreien Zustand ist. Dies bestätigten auch die thermografischen Bilder von der Baugruppe.

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