Massive Einpresstechnik

Als Verbindungstechnologie ist die massive Einpresstechnik eine vorteilhafte Alternative zur reinen Löttechnik

Bei der Einpresstechnologie wird eine Verbindung zwischen der durchkontaktierten Hülse einer Leiterplatte und dem Kontaktstift, z.B. eines Steckverbinders, hergestellt. Dabei entsteht eine leistungsfähige, gasdichte elektrische Verbindung.

Entscheidend für die Qualität dieser Verbindung ist der elektrische Übergangswiderstand. Je höher er ist, desto schlechter ist die Verbindung, denn ein Widerstand erzeugt einen Spannungsabfall und damit Wärme, was v.a. bei der Übertragung höherer Ströme problematisch ist.

Mindestanbindung eines Pins im Vergleich zu realen Einpresszone

Um den Übergangswiderstand gering zu halten, muss – abgesehen von der richtigen Auswahl der Materialien - der Strom eine der Eintrittsfläche in die Verbindungszone mindestens vergleichbare Austrittsfläche haben (Austrittsfläche ≥ Eintrittsfläche). Ist diese Bedingung erfüllt, entsteht kein Engpass.

Damit diese Bedingung bei einer typischen Einpressverbindung erfüllt und somit eine funktionsfähige elektrische Verbindung hergestellt ist, muss der Anbindungswinkel einer Ecke des Kontaktstiftes typischerweise mindestens 3° betragen. Wie das Bild deutlich zeigt, verfügt die reale Einpressverbindung über sehr viele Reserven. Das ist der Grund dafür, warum die Einpressverbindungen so gut funktionieren.

Damit eignet sich die massive Einpresstechnik vor allem für den Einsatz im Hochstrombereich und bei rauen Umgebungsbedingungen. Dies hat folgende Hintergründe:

  • Hervorragende elektrische Eigenschaften
  • Geringer Einfluss der Leiterplattenhülse auf die Einpresszone
  • Ausgezeichnete mechanische Eigenschaften massiver Einpresszonen