Umweltschutz bei Würth Elektronik CBT

Nachhaltigkeit und Umweltschutz bei Würth Elektronik

Umwelt und Nachhaltigkeit sind weltweit zentrale Themen bei Unternehmen – auch bei Würth Elektronik. Umweltschutz ist fester Bestandteil der Firmenphilosophie und wird aktiv von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Gruppe gelebt. Gemeinsam arbeiten wir daran, die Umweltbelastung auf ein Minimum zu reduzieren. Unser Umwelt- und Energiemanagement ist Teil des Integrierten Managementsystems (IMS). Es ergänzt das Qualitätsmanagement und wirkt sich so unmittelbar und nachhaltig auf Abläufe und Prozesse im Unternehmen aus.

Rohstoffe und Materialien

Rohstoffe und Materialien

Ein wichtiges Umweltziel bei Würth Elektronik ist, Umweltbelastungen durch gezielten Einkauf und schonende Nutzung von Rohstoffen und Materialien auf ein Minimum zu reduzieren. Von unseren Schlüssellieferanten fordern wir ein Umweltmanagement nach DIN 14001.Unsere Lieferanten werden regelmäßig hinsichtlich ihres Umweltverhaltens bewertet.

Die Bestellung von Materialien und Rohstoffen steuern wir bedarfsgerecht. In der Produktion setzen wir Rohstoffe gezielt und mit möglichst geringem Verbrauch ein. Wir entwickeln permanent neue Verfahren, Leiterplatten kleiner und leichter zu gestalten, ohne dass sie an Leistungsfähigkeit einbüßen.

Mit TWINflex® haben wir bereits 2002 eine umweltgerechtere Folienleiterplatte entwickelt, bei der schadstofffreie und wiederverwertbare Materialien zum Einsatz kommen. Wir nutzen konsequent innovative Leiterplattentechnologien, durch die Material eingespart werden kann.

Hinsichtlich des Einsatzes von Gefahrstoffen haben wir uns einer klaren Vermeidungsstrategie verpflichtet. Wir suchen permanent nach Ersatzstoffen und substituieren Komponenten, die ein höheres Gefahrstoffpotenzial aufweisen. Grundsätzlich setzen wir nur Stoffe ein, die nach REACH registriert und nach den gesetzlichen Vorgaben wie RoHS, Chemikalienverbotsverordnung und Chemikaliengesetz zulässig sind. Bereits seit 1996 bieten wir Ersatzoberflächen zu bleihaltigen Lotverfahren an.

Energie

Energie

Wir bei Würth Elektronik betreiben ein effizientes Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 um optimalen Energieeinsatz nachhaltig zu gestalten. Das System hilft uns Einsparpotenziale schneller zu entdecken und zu nutzen. Durch das Energiemonitoringsystem können die Verbräuche einzelner Anlagen dargestellt und analysiert werden. Durch den stetigen Ausbau dieses Systems wächst die Transparenz der Energieverbräuche im Betrieb.

Druckluft zählt zu den teuersten Energieformen. Würth Elektronik hat die Energieverluste in den Druckluftnetzen durch gezielte Maßnahmen deutlich reduziert.

Kühlung und Klimatisierung sind weitere Energiefresser. Die gesamte Kälteversorgung wird regelmäßig kritisch auf Notwendigkeit und Alternativen geprüft. Systeme mit direkter freier Kühlung ergänzen das Kältesystem. Stromintensive Kältemaschinen und Klimaanlagen kommen nur zum Einsatz, wenn die Außentemperatur einen bestimmten Wert überschreitet.

Bei energetischen Sanierungen sowie bei neuen Gebäuden gehen wir weit über die gesetzlichen Vorgaben hinaus. Bei letzterem kommen neueste Techniken des Kälte-Klima-Verbundes zum Einsatz. Die Abwärme aus den vorhandenen Kompressoren leiten wir direkt wieder in die Heizung ein, ebenso die Abwärme von Maschinen aus der Fertigung.

Wir erfassen den Verbrauch an Strom, Wasser, Heiz- und Kälteenergie, Gas und Öl und entwickeln ein effizientes Energiecontrolling. Soweit möglich nutzt Würth Elektronik regenerative Energien zur Stromerzeugung.

Wasser und Abwasser

Wasser

Unser Ziel ist es, ausgehend vom heutigen Stand, den Wasserverbrauch in den kommenden Jahren weiter zu reduzieren. Der Wasserverbrauch in den Leiterplattenwerken der Würth Elektronik Gruppe wurde innerhalb von 15 Jahren durch Investitionen in intelligente Produktion und sukzessive Einführung von Kaskadenspülungen sehr deutlich reduziert.

Für die Fertigung von Leiterplatten wird salzfreies Wasser in hoher Qualität benötigt. Trinkwasser wird deshalb zunächst als „Kälteträger“ über die Maschinenkühlung geführt und aufgewärmt und anschließend für den Prozess aufbereitet (entsalzt). Das Spülwasser kann so dem jeweiligen Bedarf angepasst werden.Um die Zufuhr von Frischwasser und die Aufbereitung von Abwasser zu reduzieren, strebt Würth Elektronik eine optimale Nutzung des Wassers an.

Abwasser

Die Kreisläufe mit leichter Belastung durch Metallfrachten durchlaufen eine konventionelle Abwasserreinigung. Abwässer mit hohen Metallfrachten sowie komplexe Abwässer durchlaufen zusätzlich eine biologische Abwasserreinigung Die in den städtischen Kanal überführten Abwässer aus beiden Reinigungsverfahren liegen um ein Vielfaches unter den vorgeschriebenen Grenzwerten.

Über die Spülvorgänge gelangen vor allem Schwermetalle ins Wasser, überwiegend Kupfer. In den firmeneigenen Abwasserreinigungsanlagen wird dieses belastete Wasser wieder gereinigt und das Metall der Rückgewinnung zugeführt.

Emissionen

Emissionen

Bei jedem Produktionsbetrieb belasten Abluft und Lärm die Umwelt. Würth Elektronik hat in den vergangenen Jahren massiv in bauliche Maßnahmen in Bezug auf Schallschutz und Abluftreinigung investiert.

An allen Standorten werden die Grenzwerte für Lärmimmissionen deutlich unterschritten. Würth Elektronik hält aktiven und ständigen Kontakt zu Gemeinden und Städten sowie zu Behörden und Institutionen und sucht die konstruktive Zusammenarbeit.

Der in der Produktion anfallende Bohr- oder Frässtaub wird mittels einer zentralen Absaugung direkt in Big-Bags eingefüllt und der Wiederaufbereitung zugeführt.

Die Abluft der Prozessmaschinen wird je nach Inhaltsstoffen verschiedenen Abluftwäschern zugeführt. Das daraus entstehende Abwasser wird der hausinternen Abwasserbehandlungsanlage zugeführt. Zur Abluftreinigung von lösungsmittelhaltiger Abluft werden sogenannte Biofilter eingesetzt, die flüchtige, organische, kohlenstoffhaltige Verbindungen (VOC, engl. volatile organic compounds) herausfiltriert. VOC-Verbindungen sind Mitverursacher von Sommersmog. Durch die Abluftreinigung hat Würth Elektronik die Emission von VOC-haltiger Luft auf einen Bruchteil gesenkt.

Abfall

Abfall

Grundsätzlich verfolgt Würth Elektronik eine Strategie der Abfallvermeidung. Der Verbrauch von Rohstoffen und Materialien ist auf ein Minimum beschränkt. Jede Möglichkeit, Verbräuche jeglicher Art zu reduzieren, wird genutzt. Schon sehr früh hat Würth Elektronik damit begonnen, Reststoffe wiederzuverwerten. Heute werden 97% aller in den Leiterplattenwerken anfallenden Abfällen der Wiederverwertung zugeführt.

Die Abfälle werden auf dem firmeneigenen Recyclinghof strukturiert getrennt und von zertifizierten Entsorgern der Wiederverwertung zugeführt oder entsorgt. Die Trennung ist dabei heruntergebrochen bis auf Kleinteile wie Batterien, Leuchtstoffröhren, Akkus, Kunststoffe, Holz etc. Je besser die einzelnen Fraktionen getrennt werden, desto effektiver können sie wieder verwertet werden.

Die im Prozess anfallenden Ätzmedien wie Salzsäure oder Kupfersalze fließen größtenteils wieder in andere Bereiche des Prozesskreislaufes zurück.

Wiederverwertbare metallhaltige Lösungen gelangen zunächst in eine Wiederaufbereitung. Von uns nicht mehr verwertbare Salzlösungen gehen direkt in andere Industrien. Edelmetalle sammeln wir nach Fraktionen getrennt. Metallhaltiger Abwasserschlamm wird wieder aufbereitet, der übrig bleibende Rest der thermischen Verwertung zugeführt oder durch Entsorgungsfachbetriebe entsorgt.