Tüftler, Bastler & Erfinder – Die Maker Community und wo sie zu finden ist

Seit ein paar Jahren sprießen sie überall aus dem Boden: Events für Tüftler, Bastler & Erfinder – neudeutsch auch „Maker“ genannt. Sie bieten Raum für Kreativität und Austausch und heißen unter anderem „Make Munich“, „Maker Faire Berlin“, „Hackathon TECHFEST Munich“ und „Electromagnetic Field“.

Maker (englisch für „Macher“) sind Tüftler, Bastler, Erfinder und ganz allgemein Menschen, die gerne Dinge selbst herstellen oder umbauen und selbst Lösungen für Probleme finden. Nichts Neues eigentlich. Was die Maker zu einer Art von neuer Subkultur macht, ist einerseits die Vernetzung in Communitys: nicht nur online, sondern auch durch die gemeinsame Nutzung von „Makespaces“ oder „FabLabs“. Das sind Werkstätten mit gemeinsam angeschaffter Ausstattung, die einzelnen technische Möglichkeiten und Werkzeuge bieten, die sie sich alleine nicht leisten könnten. Der andere wichtige Aspekt im Vergleich zum findigen Heimwerker vergangener Tage ist die Nutzung modernster Technik. Neben der Wiederbelebung alter Handwerkstechniken ist die Maker-Szene geprägt von digitalen Steuerungen, 3D-Druck und Robotik.

„Maker sind die kreativen Pioniere, die digitale Werkzeuge wie 3D-Drucker, Laser Cutter, Mikrocontroller u. v. a. nutzen, um innovative Dinge zu erfinden, zu entwickeln und zu produzieren. Sie möchten nicht nur passive Konsumenten sein, sondern wollen Technologie begreifen, um sie für ihre Zwecke umzuwandeln und Neues entstehen zu lassen. In Makerspaces und FabLabs experimentieren und entwickeln sie gemeinsam – weltweit vernetzt.“, so beschreiben zum Beispiel die Macher der Make Munich ihre offene, auf Teilen und Gemeinschaft ausgelegte Innovationskultur.

Alles nur ein Spiel?

„Reife des Mannes (oder der Frau): das heißt, den Ernst wiedergefunden haben, den man als Kind hatte, beim Spiel.“ - Friedrich Nietzsche.

Man darf sich durch Roboterwettkämpfe, zweckfreie Spaßmaschinen und Kunstaktionen nicht täuschen lassen. Auf diesen Maker-Festivals kommt vieles spielerisch daher, doch die Innovationskraft, die hier häufig zugrunde liegt, ist beachtlich. Tatsächlich findet man hier auch immer wieder Erfindungen, die von ihren Schöpfern in Richtung auf marktreife Produkte weiterentwickelt werden.

Vom Maker zum Start-up

Immer wieder werden aus Maker-Projekten Geschäftsideen, werden innovative Basteleien zu ernsthaften Produkten weiterentwickelt. Technische Start-ups haben häufig Wurzeln in der Maker-Szene. Würth Elektronik sieht sich ganz entschieden als Partner und Förderer von Start-ups. Am Standort Berlin engagieren wir uns besonders intensiv für Partnerschaften mit Start-ups und die Förderung innovativer Projekte. Mitte Januar 2019 haben wir einen eigenen Showroom auf dem EUREF-Campus (Europäisches Energieforum) eröffnet. Hier werden Produkte und Design Kits präsentiert sowie Schulungen und Workshops abgehalten. Wer etwa elektronische Schaltungen für neue Mobilitätslösungen baut, bekommt von uns die richtigen Bauteile und Beratung zu deren optimalen Einsatzmöglichkeiten. Mitte August wird hier zum Beispiel gemeinsam mit dem DIN e.V. ein Seminar zum Thema Normen und Standards speziell für Start-ups veranstaltet.

Wer selbst einmal als Entwickler an einem neuen Produkt gearbeitet hat, weiß, wie wichtig es ist, die richtigen Bauteile zu bekommen – und wie schwierig das sein kann. Nicht zuletzt weil viele unserer Ingenieure dieses Problem kennen, gibt es bei Würth Elektronik bekanntlich kostenlose Muster, keine Mindestbestellmenge und viele kostenlose Informationsangebote etwa zu EMV. Aber Würth Elektronik ist eben nicht nur allgemein „Start-up-freundlich“, sondern auch in konkreten Partnerschaften engagiert.

Angebote für Maker

Erlauben Sie mir noch einen kleinen Werbeblock. Für Maker (und natürlich auch für Studenten und Entwickler) haben wir eine Reihe Tools und Kits im Angebot.

Funkanwendungs-Design-Kit für Raspberry Pi

Wir bieten ein Design Kit, mit dem Entwickler Anwendungen mit Funkverbindungen im Sub-GHz-Band realisieren können. Der AMBER PI ist ein Aufsteckboard für den Raspberry Pi 3B. Neben der stromsparenden Sub-GHz-Funkschnittstelle ist die Platine mit integrierten Sensoren für Temperatur, Feuchtigkeit, Luftdruck und Bewegung ausgestattet. Als Funkgegenstelle dient ein mitgelieferter Funkstick. In Verbindung mit den Möglichkeiten des Raspberry Pi, wie Monitoranschluss, USB-, WLAN- und Bluetooth-Schnittstelle stellt der AMBER PI ein ausgesprochen komfortables Evaluationsboard für die stromsparende proprietäre Funklösung AMB8826 dar. Typische Applikationen wären Fernüberwachung und Funksteuerung, der Ersatz serieller Kabelverbindungen oder Sensornetzwerke in der industriellen Automation. Video: Wie installiere ich das Amber PI Design Kit?

USB-Typ-C-Kit

Dieses Kit bietet dem Anwender eine umfassende Lösung, um alles über die Möglichkeiten rund um USB Type-C Power Delivery zu erfahren. Es unterstützt die Stromversorgung von SOURCE zu SINK für bis zu 100 W und kann nahtlos mit vorhandenen USB-Hosts arbeiten. Der USB-Typ-C-Anschluss verbessert die Benutzerfreundlichkeit beim Anschließen von USB-Geräten und minimiert die Verwirrung in Bezug auf Kabel und Stecker.

TI-PMLK Learning Kit

Mit dem TI-PMLK Learning Kit, über das wir vor einer Weile schon mal berichtet haben, können Sie den Einfluss des Magnetismus auf die Leistung eines Schaltnetzteils untersuchen und Ihr Design beschleunigen. Das TI-PMLK Learning Kit besteht aus einer Leistungsplatine, die es ermöglicht, Leistungsinduktivitäten mit zwei Step-down-Schaltreglern zu testen, von denen einer auf hysteretischer und der andere auf der Spitzenstromregelung basiert. Die Untersuchung der Induktoreigenschaften wie Kernart, Material und Größe hilft Ihnen, die richtige Lösung für Ihre Anwendungen und Projekte zu finden. Das Kit wird von einem Experimentierbuch mit strukturierten Laboratorien begleitet, die es dem Benutzer ermöglichen, das Board zu untersuchen, indem er autonom sechs detaillierte Experimente für stationäre, transiente und dynamische Bedingungen durchführt, die in der Praxis üblich sind.

Energy Harvesting

Ein sehr interessantes Thema für neue innovative Ansätze ist Energy Harvesting. Eine Vielzahl elektronischer Schaltungen kommt mit sehr wenig Energie aus. Anstatt Geräte wie Smart-Home-Sensoren mit einer Batterie auszustatten, kann man die Elektronik Energie „ernten“ lassen. Licht, Temperaturunterschiede, Vibrationen oder Funkwellen können unter Umständen als Energiequelle ausreichen. Zwei Demo Kits hierzu: Energy Harvesting Demo Kit und Gleanergy Kit.

Wireless Power

Man kennt es seit Jahren von elektrischen Zahnbürsten und mittlerweile auch für das Handy: kabellose Ladestationen. Die induktive Energieübertragung eröffnet Möglichkeiten eines gekapselten Designs ohne lästige Kabelschnittstelle. Mit verschiedensten Kits und Development Boards kann man ausprobieren, was mit Wireless Power alles möglich ist.

Abschließend noch ein Tipp für alle elektronikbegeisterten Maker: Interessante Tutorials zu verschiedenen Themen und eine einfache Möglichkeit zur Klärung technischer Fragen findet man auf der #askLorandt-Webseite.

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