Die Digitalisierung des Sports

Als 1888 die erste Fußballliga gegründet wurde, begann der weltweite Siegeszug dieser Sportart. Damals traten Männer noch in Arbeitsstiefeln gegen einen bei Regen schwer vollgesogenen Lederball, doch die wichtigsten Regeln waren schon festgelegt. Seither hat sich viel getan: angefangen beim Breitensport bis hin zum großen Geschäft mit dem Profisport, sowohl bei der hochentwickelten Ausrüstung wie auch bei den modernen Spieltaktiken. Eine eigentlich gewaltige und revolutionäre Entwicklung kommt aber vergleichsweise unauffällig daher – unter anderem in Form von unter dem Trikot versteckten Trackinggeräten: Elektronik und Big Data haben Einzug in die Trainings- und Leistungszentren der Vereine gehalten, ermöglichen Erfassung und Analysen von Ballereignissen oder der individuellen Fitness der Spieler. Hochauflösende GPS-Tracking-Systeme messen die Bewegungsabläufe während des Spiels und liefern in Echtzeit Informationen über die Leistung jedes einzelnen Spielers. In Kombination mit Beschleunigungssensoren, Gyrometern und Pulsmessern lässt sich der Fußballspieler digital erfassen: Algorithmen werten immer größere Datenmengen aus und ermöglichen es den Trainern, daraus Schlüsse zu ziehen für eine optimale Trainings- und Belastungssteuerung. Sportwissenschaftler, Systemhersteller und Trainer erforschen immer weiter, wie sich die Daten optimal auswerten lassen und was man aus ihnen lernen kann.

Der Einsatz von Sensoren im Sport ist vielversprechend und birgt viele Vorteile für Sportler, Teams und Vereine:

• Besseres Erlernen von Bewegungsabläufen durch sofortige Sensorrückmeldung

• Besseres Verständnis der Interaktionen des Sportlers mit der Ausrüstung und innerhalb von Teams

• Schnellere Verbesserungen auf Basis präziser Daten und nicht nach Versuch und Irrtum

• Entwicklung besserer Sportausrüstung mithilfe von riesigen Mengen empirischer Daten

• Leichtere Erstellung individueller Trainingspläne bis hin zu virtuellen persönlichen Trainern

• Genauere Dokumentation von Sportereignissen, mehr Informationen für Zuschauer und Teilnehmer

Sensoren sind zum Beispiel in Tennis- und Baseballschlägern, Bällen, Schuhen, Helmen untergebracht – in sehr vielen Sportarten ist das Interesse für ein besseres Verständnis der Bewegungszusammenhänge groß. Und die wachsende Zahl der Fitnessarmbänder und Schrittzähler macht deutlich: Hobbysportler haben mindestens ein ebenso großes Bedürfnis nach „Selbstvermessung“ wie Profis.

Sport ist also ein großer Wachstumsmarkt für die Sensorik. Die wichtigsten Gründe für diesen Trend sind Miniaturisierung und sinkende Kosten der Bauteile bei gleichzeitig gestiegener Genauigkeit, Auswertungsalgorithmen auf immer kleineren Chips, Low-Power-Techniken – auch für den Funk – und die Möglichkeiten des Mobile Computing.

Auch Würth Elektronik baute gerade die Sensorsparte aus. Vom Temperatursensor für die Erfassung der Körpertemperatur über Absolut- und Differenzdrucksensor, Infrarotdetektor für die optische Bestimmung von Blutsauerstoffsättigung und Puls, bis hin zu extrem genauen 3-Achsen-Beschleunigungssensoren reicht die bereits verfügbare Produktpalette.

Darauf ruhen wir uns natürlich nicht aus: Da sich Würth Elektronik intensiv in der Förderung von Start-ups durch technische Unterstützung engagiert, lassen weitere spannende Produktideen für „wearables“ bestimmt nicht lange auf sich warten.

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