Das Phytochromsystem – Was ist der Nutzen von dunkelrotem Licht?

ANO004

Der Lichtbedarf von Pflanzen ist heute bekanntlich weitaus komplexer als ursprünglich angenommen, was zur Entwicklung verschiedener LED-Technologien führte, mit denen eine Vielzahl von unterschiedlichen Lichtspektren erzeugt werden, sowohl monochromatisch als auch polychromatisch. Die sinnvolle Aufnahme einiger Wellenlängen in Lichtrezepte ist noch experimentell, aber eine nicht zu vernachlässigbare Region des Spektrums ist der dunkelrote Bereich. Dunkelrot (engl. far-red) umfasst die Wellenlängen von 700 bis 800 nm, ein Bereich des Lichtspektrums, der beim Menschen am Rande der Sichtbarkeit liegt. Diese Wellenlängen führen jedoch nachweislich zu schnellerem Wachstum, erhöhter Biomasse und besseren sensorischen Merkmalen (z.B. Geruch, Geschmack, Textur, Farbe). Aber warum sind Wellenlängen, die nicht in der Photosynthese verwendet werden, so wichtig für die Pflanzenentwicklung? Im Gegensatz zu Mensch und Tier können sich Pflanzen nicht bewegen. Ihre festsitzende Existenz bedeutet, dass die Pflanzen ohne äußeren Einfluss an einem Ort wachsen und leben werden. Dies mag wie eine einfache Beobachtung erscheinen, aber die Konsequenz für die Pflanzen ist, dass sie in der Lage sein müssen, sich in ungünstigen Bedingungen zurechtzufinden und zu überleben, wenn sich ihre Umgebung ändert. Die Reaktion auf begrenzte Ressourcen wie Wasser, Nährstoffe und Licht sowie zirkadiane und zirkuläre Zyklen sind für das Überleben von Pflanzen unerlässlich. Diese Reaktionen können manipuliert werden, um günstige Wachstumseigenschaften zu erreichen. Diese Application Note beschreibt, warum sich diese Überlebenstechniken weiterentwickelt haben und warum dunkelrote Wellenlängen für die Pflanzenbeleuchtung unerlässlich sind.

Den gesamten Artikel als pdf-Download