SMD-Ferrite zur Überschwingungssteuerung

ANP025

Unter dem Begriff „Überschwingen“ versteht man ein unerwünschtes Nachschwingen, das auftritt, wenn ein Leistungshalbleiterschalter bei vorhandener parasitärer Induktivität und Kapazität ein- oder ausgeschaltet wird. In der parasitären Übergangskapazität des Schalters gespeicherte Energie wird beim Wechsel des Schaltzustands freigesetzt und überschwingt mit der von den Streufeldern diskreter Speicherdrosseln kommenden parasitären Induktivität sowie der durch die Verdrahtung von Leiterbahnen, Bauteilverbindungen, Steckverbindern usw. entstehenden Induktivität. Bei echten Schaltungen auf echten Leiterplatten sind parasitäre Elemente stets vorhanden, weswegen bei allen Schaltwandlern zumindest ein geringfügiges Überschwingen auftritt.

Zusammenfassung

Ferritkernspulen, die in Reihe mit dem Bootstrap-Kontakt von Abwärtswandlern geschaltet werden, können ausgezeichnete Bauteile zur Regelung des Überschwingens darstellen. Bei sachgemäßer Anwendung können sie zur Steuerung der Quelle hochfrequenter Störungen eingesetzt werden, ohne zu viel Platz auf der Leiterplatte zu beanspruchen und die Leistungseffizienz zu sehr zu beeinträchtigen. Die Vorteile im Vergleich zu abgestimmten Widerständen liegen in der einfacheren Auswahl und der kürzeren Laborprüfdauer bei ihrer Konzeption.

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